Meine Auslieferung vom Base Performance Model 3

Die finale Terminbestätigung

Nach meiner Bestellung fing die Vorfreude so langsam an. Der erste Auslieferungstermin (20.08.) wurde dann jedoch verschoben, da das Fahrzeug noch nicht im Delivery Center Neuss angekommen ist. Somit wurde der Termin um zwei Wochen nach hinten geschoben. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Auslieferung vor dem neuen reservierten Datum (04.09.)  stattfinden wird, da ein Transport von Hamburg nach Neuss im Normalfall ja nicht so lange dauert. Man darf natürlich nicht vergessen, dass man nicht der Einzige ist, der auf sein Auto wartet! 😉

Als sich im Laufe der Woche nichts mehr getan hat, bin ich dann doch davon ausgegangen, dass es – hoffentlich – der 04.09. werden wird. Zwei Tage vor Auslieferung kam dann die langerwartete telefonische Bestätigung. Bei dem Telefonat konnte man dann noch offene Fragen klären und auch die Uhrzeit für den Tag festlegen bzw. verschieben. Nach dem Telefonat kam dann direkt zusätzlich auch noch eine Bestätigung per Mail! Top, es wird ernst! 🙂

Für die restliche Woche habe ich mir dann erst mal freigenommen. Ich habe sowieso einige Überstunden angesammelt, die weg mussten: Perfekter Moment um das zu tun! 😉

Also wurde das alte Auto aus der Garage geparkt, die Garage aufgeräumt und somit alles notwendige für die Abholung vorbereitet!

Die Auslieferung

Kurz vor acht ging dann die Reise von Dortmund nach Neuss los. Wir entschlossen uns die Bahn zu nehmen, da die Anbindung aus Dortmund doch relativ gut ist. Nach knapp zwei Stunden Bahnfahrt sind wir dann in Neuss angekommen. Wir sind an der S-Bahn Station „Neuss Rheinparkcenter“ ausgestiegen und den restlichen Weg dann zu Fuß gelaufen. Von der S-Bahn Station ist man ca. 15-20 Minuten zu Fuß unterwegs, also alles kein Thema. 🙂

Nach einem kurzen Spaziergang sind wir dann an der Auslieferungsadresse angekommen. Direkt vor dem Eingang findet man ein recht großes Tesla-Schild mit der Beschriftung „Model 3“ drauf. Wir sind eindeutig an der richtigen Stelle angekommen!

Die Auslieferung war für 11 Uhr geplant. Wir waren bereits um 10:15 Uhr vor Ort und haben uns dann beim Pförtner gemeldet. Nun hieß es warten, da der Pförtner uns erst 20 Minuten vor Auslieferungstermin in die Halle lassen durfte. Naja, die paar Minuten können wir auch warten! 😉

Kurz vor 11 Uhr durften wir dann in die Halle. Der Pförtner erklärte uns den Weg und es ging los. Keine 5 Minuten später standen wir in einer leeren Lounge. Kein anderer Kunde oder kein Tesla Mitarbeiter zu sehen. Dafür aber eine Kaffeemaschine, ein gut gefüllter Kühlschrank und bequeme Sitzmöglichkeiten! Passt! 🙂

Links hinter der Absperrung hörte man bereits Gespräche. Also bin ich mal „kurz schauen“ gegangen und dort standen drei Model 3 auslieferungsfertig und haben nur noch auf die Besitzer gewartet! 😉

Als der Mitarbeiter uns gesehen hat, frage er kurz nach, ob uns jemand empfangen hat. Ich meinte nur, dass hier niemand sei, es aber auch nicht schlimm ist. Wir warten einfach bis jemand kommt, schließlich sind wir gut versorgt und sowieso erst um 11 Uhr dran.

Von den drei auslieferungsfertigen Model 3 war nur ein weißer dabei, also musste das wohl unserer sein! Auf dem ersten Blick sah alles sauber aus. Ich habe keine offensichtlichen Mängel gesehen. Weder Spaltmaße oder sonstige Auffälligkeiten. Das ist schon mal beruhigend, denn draußen standen einige Fahrzeuge (nicht Tesla), die scheinbar einen Transportschaden hatten.

Also haben wir uns in die Lounge gesetzt, uns ein Erfrischungsgetränk genommen und gewartet bis die aktuell laufende Übergabe erfolgt ist. Etwa zehn Minuten später rollte dann das graue Model 3 aus der Halle und der Mitarbeiter kam in die Lounge und stellte sich vor. Er begrüßte uns und merkte, dass wir uns bereits kannten. Wir haben uns nämlich bereits im Düsseldorfer Store kurz gesehen und über einige Punkte zum Model 3 gesprochen. Er bat mich dann um meinen Personalausweis und die Kennzeichen. Nachdem alles gecheckt war, bekam ich meinen Personalausweis wieder und musste mich noch kurz gedulden, bis die Kennzeichen in die bereits vormontierte Halterung gesteckt worden sind.

Einige Minuten später kam der Delivery Specialst wieder und erkundigte sich kurz bei mir nach meiner Erfahrung. Hierbei teilte ich ihm direkt mit, dass er mir eigentlich nichts zum Auto erklären braucht und auch nicht die innere Bedienung groß zeigen muss. Dafür habe ich bereits zu viele YouTube Videos gesehen, genügend Foren-Beiträge gelesen und mich anderweitig informiert! 😀

Ich habe somit um mehr Zeit für die Prüfung des Fahrzeugs gebeten. Das war für den Mitarbeiter gar kein Thema, ganz im Gegenteil, konnte er dann in der Zwischenzeit einige andere Arbeiten erledigen. Er sagte dann nur: „Ich sitze paar Meter weiter am Computer und erledige dann paar andere Sachen. Sollte was sein, dann rufen Sie einfach kurz rüber und ich bin direkt da!“ – Top! Somit konnte ich meine Checkliste entspannt durchgehen und musste mir nicht ständig über die Schulter gucken lassen. Besser geht es kaum! 😉

Eine Frage hatte ich dann doch direkt noch: „Wie viel Zeit habe ich eigentlich, denn in der Mail stand was von 15 Minuten.“ – Darauf kam nur kurz und knapp: „Lassen Sie sich so viel Zeit, wie sie brauchen!“ Genial! 🙂

In der App wurde mir mein Auto in der Zwischenzeit freigeschaltet, sodass auch der Punkt abgehackt werden konnte.

Also bin ich zum Auto und bin die Checkliste von unten nach oben durchgearbeitet. Dabei stellte ich im Prinzip nur eine wirklich unschöne Sache fest: Der Ladedeckel ist definitiv schief verbaut! (Folgendes Foto wurde erst später erstellt. Das Auto ist nicht gerade sauber! 😉 )

Abgesehen vom Ladedeckel fand ich dann eigentlich nur Kleinigkeiten. Kleine Lackpickel und kleine Lackschäden, so wie man sie ab und an von Steinschlägen her kennt. Alles nichts wild, dennoch wollte ich diese Schäden im Protokoll aufgenommen haben und rufe somit den Mitarbeiter kurz rüber.

Wir gingen somit nochmal gemeinsam die Mängel durch. Der Mitarbeiter wollte die Kleinigkeiten erst nicht aufnehmen und probierte diese erst mal „sauber zu machen“. Nach einer kleinen Diskussion wurden dann so ziemlich alle Schäden protokolliert. Dabei stellten wir heraus, dass die App, womit die Delivery Specialists die Schäden aufnehmen teilweise nicht so einfach ist. Der Delivery Specialist muss nämlich erst auswählen wo genau der Schaden ist. Anschließend muss er ein Foto von der Stelle machen, dabei muss die Stelle jedoch im gekennzeichneten Gebiet liegen. Das ist bei manchen Stellen aber scheinbar gar nicht so einfach zu finden. 😀

Naja, am Ende wurde dann doch alles gefunden und aufgenommen. „Alles“ dann aber eben doch nicht. Der Ladedeckel, der definitiv schief ist, wurde dann nicht aufgenommen. Die Begründung war: „Das ist leider aktuell so. Wir arbeiten gerade an einem neuen Ladedeckel, der auf beiden Seiten (links und rechts vom Ladestecker) eine Halterung/Scharniere haben wird. Wenn dies der Fall ist, wird ihr Deckel einfach mit der kompletten Einheit ausgetauscht. Ein „gerade richten“ ist nicht so einfach und sehr zeitintensiv. Also einfach beim nächsten Service vorbei fahren und erfragen, ob ein neuer Ladedeckel zur Verfügung steht. Dann wird der Deckel einfach komplett mit der gesamten Ladeeinheit getauscht.“

Hm, somit bin ich beim „Ich hoffe, dass es auch so sein wird“ geblieben. Mich persönlich stört es nicht so sehr, somit verlasse ich mich einfach mal auf die Aussage vom Delivery Specialist.

Für alle anderen Lackschäden, soll ich einfach zu einem BodyShop fahren und das prüfen lassen. Der BodyShop schickt dann wohl die Prüfung an Tesla und dann nimmt alles seine Wege. Tesla genehmigt dann alle Schäden die bei der Übergabe protokolliert wurden und somit hat der BodyShop „freie Fahrt“ für die Reparatur.

Hier paar Beispiel an Lackmängel:

Im Innenraum habe ich nichts gefunden, was protokolliert werden musste. Es waren im Endeffekt nur kleine Lackschäden im Außen- und Tür-Innenbereich und eben der Ladedeckel. In Summe waren es ca. 6-8 Stellen, die ich – beim wirklich pingeligem Prüfen – entdeckt habe. Eine Kleinigkeit hatte ich dann noch unten an der Rückleuchte entdeckt.

Abschließend haben wir dann noch paar Kleinigkeiten erledigt.

  • die Anbindung ans Smartphone gemacht, damit das Smartphone als Mobile Key nutzen kann.
  • Entfernung von Kleberesten auf der Innenseite der Heckscheibe
  • digitale Unterschrift für die erfolgreiche Übernahme
  • Übergabedokumente für den Pförtner

Und dann hieß es auch schon: Bereit zur Abfahrt! 90 % waren bei der Übergabe geladen, somit gar kein Thema nach Hause (und viel weiter) zu kommen! 🙂

Die ersten Meter

Alle Dokumente verstaut, die Spiegel und das Lenkrad passend eingestellt, den Kriechmodus deaktiviert und alles im Profil gespeichert. Alles klar, es kann los gehen: Drive Mode rein und ein stilles und gewöhnungsbedürftiges „gleiten“ aus der Halle fing an. Ein seltsames Gefühl, wenn man geräusch- und viberationsfrei los fährt. Ein Gefühl, an das man sich nun gewöhnen muss – aber keine Sorge, dass geht schnell! 😀

Am Anfang muss man sich vor allem aber auch an die Breite vom Fahrzeug gewöhnen. Das Auto ist dann doch ein gutes Stück breiter als mein Vorgänger.

Nach ein paar Metern und einer mängelfreien Ausfahrt aus der Halle rollten wir zum Pförtner. Dort die Übergabedokumente abgegeben und die Fahrt nach Hause konnte losgehen!

An der ersten Ampel dann die unerwartete regenerative Bremse vom Elektromotor: Wow! So stark habe ich das nicht erwartet! Jetzt ist auch klar, wieso die Bremsleuchten angehen, wenn man rekuperiert. Lässt man das Strompedal komplett „los“, dann reduziert sich die Geschwindigkeit von 50 km/h auf ca. 15 km/h innerhalb gefühlten 2-4 Sekunden. Nachdem ich paar mal rekuperiert habe, wollte ich es eigentlich gar nicht mehr missen! Das „One-Pedal Driving“ hat begonnen! 😀

Aus Spaß habe ich mal die regenerative Bremse auf „Niedrig“ gestellt, um zu sehen wie stark der Unterschied zu „Standard“ ist. Der Unterschied ist gewaltig! Nach der ersten Ampel wurde dann direkt wieder auf „Standard“ gestellt, da es definitiv angenehmer ist. Man muss sich nun dran gewöhnen, dass man beim Bremse kein anderes Pedal drückt, sondern lediglich langsam vom Strompedal geht und irgendwann komplett keinen Druck mehr auf das Pedal erzeugt. Ab ca. 8-5 km/h muss man dann nur kurz auf die Bremse drücken, damit man zum Stillstand kommt. Das muss man einfach selbst erlebt haben – absolut genial und entspannend! 🙂

Auf dem ca. 75 km Rückweg hat sich dann auch der Autopilot recht schnell kalibriert. Auf der Autobahn wurde der Autopilot dann auch direkt mal gestartet und nach der ersten „Phantombremsung“ für’s erste deaktiviert. „Erst mal ans Auto gewöhnen“, dachte ich mir!

Mein Auto wurde mit der Version 2019.15.104.1 ausgeliefert und war laut Delivery Specialist und auch dem Auto „aktuell“. Naja, dass das falsch ist, war mir direkt klar. Ich wollte aber nicht extra deswegen noch länger bleiben und auf ein Update bestehen. Somit habe ich die Phantombremsung vom Autopilot erst mal auf den alten Software-Stand geschoben und bin den restlichen Weg „selbstfahrend“ nach Hause gefahren! Um ehrlich zu sein, hatte ich aber auch kein Verlangen danach den Autopilot zu aktivieren, weil das „Selbst-Fahren“ dann doch zu viel Spaß machte! 🙂

Fazit

Zusammengefasst kann ich sagen, dass mein Auto in einem besseren Zustand gewesen ist, als ich es „erwartet“ bzw. befürchtet habe. Ich habe – bis auf den Ladedeckel – keine auffälligen Spaltmaße gehabt. Das Glasdach sitzt sauber, die Scheinwerfer ebenso und die Chromleisten sind aus meiner Sicht in Ordnung. Einige der Lackmängel hätte ich auf dem ersten Blick gar nicht entdeckt. Für diese Mängel werde ich ein BodyShop raussuchen und dann wird das Thema auch der Zukunft angehören. Beim Ladedeckel habe ich hingegen etwas mehr bedenken. Ich hoffe, dass auch hier ein kostenfreier Tausch erfolgt. So wie es versprochen worden ist.

Das Auto fährt sich super. Es liegt perfekt auf der Straße, hat wirklich viel (!) Power und ist vor allem ruhig. Klar hört man einige Windgeräusch, aber das sind definitiv weniger als in meinem Vorgänger-Fahrzeug. Zudem kommt noch dazu, dass man neben den Reifen keine andern Geräusche hat. Somit fallen die Windgeräusche eben eher auf. Für mich absolut kein Thema, da ich im Normalfall auch noch Musik beim Fahren laufen habe. Spätestens dann erübrigt sich das Thema „Windgeräusche“.

Zum Punkt Musik: Die Sound-Anlage ist gut. Nicht perfekt aber absolut ausreichend. Im Detail muss ich mir das noch alles anschauen, aber nach dem ersten Hören bin ich definitiv zufrieden! 🙂

Am Ende bleibt mir nich viel zu sagen außer:

  • Ich bereue den Kauf definitiv nicht – Eine Rückgabe kommt nicht in Frage!
  • Nach nun knapp über 2000 km Model 3 Erfahrung, bin ich nun ein überzeugter „one-pedal driver“! 😀
  • Ich will nie wieder privat einen Verbrenner fahren! Dafür ist die Stille, die Power und das Gefühl einen Tesla zu fahren einfach viel zu geil!
  • Die App-Steuerung (z. B. Klimaanlage) ist eins meiner Favoriten!
  • Google Maps im Auto ist genial
  • Nach knapp 2000 km ist das Thema „Laden“ gar kein Thema. Bis jetzt musste ich nicht einmal „extra Laden“ fahren. Und dabei habe ich keine Möglichkeit zu Hause oder auf der Arbeit zu laden!

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zukunft und auf die OTA (over the Air) Updates, die mein Fahrzeug hoffentlich noch lange verbessern werden!

Die nächsten Themen sind bereits auf der To-Do:

  • Winterreifen
  • Lackmängel machen lassen
  • Ggfs. Chrome-Delete & Scheibentönung
  • Ggfs. Keramikbeschichtung
  • Reisen, reisen, reisen!!!

SuperCharge


Wenn auch du dir einen Tesla bestellen willst, dann würde es mich freuen, wenn du meinen Ref-Link verwendest!

Mein Ref-Link!

Solltest du noch Fragen haben, dann lasse es mich unten in den Kommentaren wissen. Oder schreibe mir eine Nachricht über das Kontaktformular! 🙂