Tesla in den Bergen

Erfahrungsbericht nach 30.000 km mit dem Tesla Model 3

30.000 km mit dem Tesla Model 3

Nun sind wieder etwas mehr als sechs Monate vergangen und der Kilometerstand hat sich etwas erhöht. Aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation hat sich mein täglicher Fahrweg erheblich reduziert. Aus dem selben Grund mussten leider einige Roadtrips abgesagt werden. Geplant waren drei längere Reisen mit dem Tesla Model 3. Im Frühling sollte es nach Schottland und später noch nach Norwegen und Italien gehen. Tja, vielleicht kommendes Jahr!

Einen recht ausführlichen Bericht habe ich ja bereits beim 15.000 km Stand geschrieben. Somit möchte diesmal weniger ins Detail gehen und nur ein kurzes Update posten!

Fahrverhalten, Reichweite und Standverbrauch

Das Thema „Fahrverhalten“ und „Leistung“ ist weiterhin super. Die Performance zaubert einem immer noch ein breites Grinsen ins Gesicht! Das „Tesla Grinsen“ ist also noch nicht verflogen! 😉

Den Track Mode habe ich immer noch nicht wirklich testen können, wobei ich auch zugeben muss, dass er mich auch nicht sonderlich interessiert. Ich verstehe weiterhin nicht, wieso man sein Model 3 noch weiter „tieferlegen“ möchte. Ich hatte nun die erste Alltagssituation, wo ich beim Runterfahren einer relativ geringen Senke den Unterboden leicht gestreift habe. Nicht mittig an der Batterie, sondern am rechten hinteren Schweller vor dem Hinterreifen. Glücklichweise ist es nur Kunststoff, aber dennoch sehr ärgerlich!

Nach nun 30.000 km hat sich mein Verbrauch auf 150 Wh/km eingependelt. Bei diesem Verbrauch ist nun ein komplettes Jahr inkludiert. Im Sommer lag der Verbrauch eigentlich immer im Bereich 120-140 Wh/km – natürlich sehr anhängig von der Fahrweise. Der geringste Verbrauch auf dem Weg zur Arbeit (morgens im Sommer) lag bei knapp 109 Wh/km. Dabei fahre ich ungefähr die eine Hälfte der Strecke mit ca. 95-100 km/h auf der Autobahn (Autopilot, begrenzt auf 100-120) und die andere Hälfte durch die Innenstadt mit 30-50 km/h.

Der Standverbrauch – also das was das Auto beim geparkten Zustand verbraucht – liegt weiterhin bei ca. 3-5% mit aktiven Wächter-Modus bei 8 Stunden Parkzeit. Mir ist jedoch aufgefallen, dass der Verbrauch bei hohem SoC [State Of Charge] (also Batteriestand ca. 90-95%) höher ausfällt, als bei einem SoC bis ca 75%. Wie genau das zu erklären ist, kann ich jedoch leider nicht sagen. Wenn der Wächter-Modus nicht aktiv ist, dann ist der Verbrauch im geparktem Zustand recht gleich. Dabei nutze ich keine Third-Party App die per API auf das Auto zugreift und so das Auto ggfs. vom „Einschlafen“ abhält.

30000 km Stand

Das Auto wird eigentlich nur besser! Over-The-Air-Updates!

Von den Over-The-Air-Updates bin ich weiterhin ein großer Fan! Aber auch hier gibt es ab und an auch mal Updates, die einem eher weniger gefallen. Beispielsweise ist hier die neue UI (User-Interface) zu nennen, die mit dem Update 2020.48.26 verteilt worden ist. Bei dem Update wurde die Oberfläch geändert. Besonders ärgerlich für die Leute ohne FSD-Paket. da nun der feste / statische Bereich (links wo das Auto, die km/h, etc sind) mehr Platz einnimmt. Somit ist die Karte und alle anderen zu öffnenden Fenster kleiner. Hier wurde jedoch von Elon Musk bereits ein Tweet veröffentlicht, welcher etwas Hoffnung auf Besserung gibt. Es soll in einem zukünftigen Update eine Funktion geben, wo man das Layout selbst bestimmen kann. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Verhalten sich etwas ändert und das Interface an sich etwas dynamischer wird. Aber genau das ist ja das Schöne an den OTA-Updates und an Tesla: Es wird auf die Kunden gehört und via Update nachgebessert! 🙂

Ein paar Änderungen der letzten sechs Monate:

  • Neues User-Interface
  • Schnelleres Laden: Bis zu 250 kW DC
  • Diverse Spiele
  • Verkehrsschilderkennung inkl. automatischer Geschwindigkeitsanpassung
    • Option für die Auswahl:
      • Erkannte Geschwindigkeit übernehmen
      • aktuelle Fahrgeschwindigkeit beibehalten (mein absoluter Favorit, somit kein automatisches Beschleunigen beim Autopilot!)
  • Visualisierungen wurden verbessert
  • Autopilot wurde verbessert
  • Sprachsteuerung wurde verbessert
  • Anzeige der Supercharger wurde verbessert
  • Vorklimatisierung der Batterie auch bei öffentlichen Ladesäulen (vorher nur bei Supercharger)
  • Rückleuchten leuchten beim Aussteigen weiter (so wie Scheinwerfer, vorher gingen die Rückleuchten beim Aussteigen direkt aus)
  • Bluetooth: Favorisierung eines Gerätes möglich (wenn man also mit zwei Geräten einsteigt, wird das favorisierte Gerät verbunden)
  • Verbesserung vom Sentry-Mode (Wächter-Modus)
    • Beispielsweise wird nun auch das letzte Video direkt auf der internen Festplatte im Auto gespeichert, auch wenn kein USB Gerät angeschlossen ist. (endlich!)
  • Verbesserung von der Spotify-App
  • und vieles mehr, was mir gerade nicht einfällt! ;-)

Einfach cool, wenn das Auto „einfach so“ besser wird. Es wird nicht langweilig! 🙂

Fehlermeldungen

Im Prinzip gibt es nichts großes zu melden, bis auf einen Punkt:

  • Nach einem Update funktioniert bei mir die Telefonie per Bluetooth nicht mehr. Ich kann zwar meine Kontakte anrufen, jedoch wird weder meine Sprache- noch der Ton vom Gegenüber übertragen. Ein Problem was man jedoch durch ein einmaliges rebooten der MCU nach einem Software-Update fixen kann. Somit starte ich nach jedem Update das Auto mittlerweile einmal neu. Kein großes Thema also!

Ladesituation

An meiner Situation selbst hat sich wenig geändert. Ich lade weiterhin beim Einkaufen oder beim Arbeitgeber. Eine private Ladeinfrastruktur habe ich nicht. Damit komme ich aber bis jetzt wirklich sehr gut klar und habe aktuell auch keine Notwendigkeit für eine private Lösung. Die öffentlichen Ladesäulen haben sich hingegen extrem weiterentwickelt. Bei einer Fahrt auf der Autobahn sieht man mittlerweile sehr viele DC-Säulen an Raststätten. Dabei entwickelt sich nicht nur das Tesla-Supercharger Netz stark weiter, sondern auch die Third-Party Anbieter. Ebenso gibt es mittlerweile recht viele öffentliche AC-Säulen. (hier kann ich jedoch nur vom Ruhrgebiet sprechen).

Was jedoch ebenso stark auffällig ist, dass es wesentlich mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen gibt! Somit muss die Lade-Infrastruktur natürlich weiterhin ausgebaut werden!

Stauraum im Kofferraum

Bis jetzt habe ich immer noch keinen Kombi vermisst, obwohl ich mir damals ja eigentlich definitiv einen Kombi kaufen wollte! 😉

Eine Kleinigkeit habe ich mittlerweile im Kofferraum jedoch angepasst: Die LEDs ausgetauscht! Die von Tesla verbauten LED sind echt ein Witz. Glücklicherweise kann man die LEDs sehr schnell und einfach selbst austauschen. Passende LEDs findet man auf unterschiedlichsten Platformen, ich selbst habe diese LEDs eingebaut und bin super zufrieden!

Wartung

Bis auf den Reifenwechsel fahre ich bis jetzt wartungsfrei durch die Gegened. 🙂

Ich war jedoch mittlerweile wegen meiner Auslieferungsmängel bei Tesla… naja, dazu gibt es dann noch einen separaten Bericht. *gemischt Gefühle*

Habe ich sonst noch was am Auto gemacht? – Jep! Hier eine kleine Liste:

  • Verbesserung der Tür-Isolierung
    • Ich habe eine zusätzliche Tür-Isolierung verklebt. Das geht einfach und kann jeder selbst erledigen. Die von mir bestellten Türdichtungen gibt es nicht mehr auf Amazon, jedoch sollten die Unterschiede nicht groß sein. Hier ein Beispiel einer möglichen anderen Türdichtung. Der Hauptgrund dieser Tür-Dichtung war dabei nicht die Reduzierung der Geräusche, sondern kein Schmutz mehr in der Innenseite der Tür!
  • Beleuchtung
    • Ich habe die LEDs in den Türen und im Kofferaum ausgetauscht. Die originalen LEDs sind sehr schwach und ich empfehle jedem diese auszutauschen. Der Unterschied ist echt krass. Ich habe diese LEDs verwendet und bin sehr zufrieden damit!
  • Anfällige Stellen
    • Ich habe den kompletten Schweller und den Bereich beim vorderen und hinteren Rad mit einer transparenten Steinschlag-Folie folieren lassen. Dabei wurde ein fertiges Set verwendet (bis auf den mittleren Schweller). Dadurch sinken die Kosten erheblich. Wer es komplett selbst machen möchte, kann sich ein fertiges Set bestellen. Dabei ist jedoch der mittlere Schweller nicht inkludiert.
  • Mud-Flaps
    • Ich hatte mir die originalen Mud-Flaps von Tesla bestellt. Diese habe ich jedoch bis heute nicht verwendet und kann nur jedem empfehlen diese auch nicht zu verwenden. Das Hauptproblem bei den Tesla-eigenen Mud-Flaps ist, dass sich Schmutz in den Mud-Flaps sammelt und dieser direkt am Lack anliegt. Damit ist der Sinn dieser Mud-Flaps absolut hinfällig... ihr reibt damit den gesamten Lack weg. Rost ist dann nur noch eine Frage der Zeit. Wenn man sich dafür entscheidet Mud-Flaps anzubringen, dann nehmt lieber Third-Party Flaps. Ich habe paar Mud-Flaps verglichen und mich für diese entschieden. Bei meinem Vergleich waren alle drei Mud-Flaps exakt identisch... nur der Preis war sehr unterschiedlich. ("Marken-Name" und so...)
    • Ich kann nur empfehlen, dass man die Stellen erstmal foliert und die Mud-Flaps hinterher anbringt. Somit schützt ihr den Lack vor Schäden durch Vibration.
  • Folie auf dem Bildschirm
    • Eigentlich wollte ich keine Folie aufkleben. Nachdem ich jedoch (je nach Sonnenstand) vom Bildschirm geblendet worden bin, habe ich mich nach einer matten Folie umgesehen. Ich habe mir diese Folie bestellt und bin eigenlich recht zufrieden.
      • Vorteil ist ganz klar: Keine Blendung mehr, weniger Fingerabdrücke.
      • Aber auch ein paar Nachteile hat so eine (matte) Folie: Wenn die Sonne drauf scheint wird man zwar nicht geblendet jedoch erkennt man kaum was auf dem Bildschirm. Ebenso reduziert sich die Klarheit auf dem Bildschirm... alles wirkt etwas blass. Man gewöhnt sich dran, jedoch ist es am Anfang sehr störend.
      • Ich habe nun gesehen, dass es die Folie mittlerweile als "matt und HD" gibt. Vielleicht ist die Klarheit hierbei auch wirklich besser!
  • Kofferraum-Blende
    • Das Tesla Model 3 hat im Kofferraum links ein tieferes Fach. Hierfür gibt es Blenden, die man einfach anbringen kann und somit den Bereich etwas abtrennen und somit effektiver nutzen kann. Ich habe dafür diese Blende verwendet.
  • Saugnapf für das Tesla Logo in der Felge
    • Damit man das Tesla-Logo auf der Felge leicht abkriegt, habe ich mir einen kleinen Saugnapf bestellt. Dieser Saugnapf passt perfekt und kommt in einem zweier-Set.

Fazit nach 30.000 Kilometern

Ich bin weiterhin sehr zufrieden mit dem Fahrzeug und habe bis jetzt noch keine Sekunde den Kauf bereut! Würde ich mich heute anders entscheiden? Vielleicht… dann aber auch nur für das Model Y, da ich ja eigenlich einen Kombi gesucht habe und das Model Y da seine Vorteile hat. Die 2021er Version vom Model 3 hat mittlerweile einige Änderungen, die ich zum Teil gut und zum anderen Teil eher nicht so gut finde. Die Schweinwerfer, die Doppelverglasung und die Wärme-Pumpe fallen sicherlich in den „finde ich gut“ – Bereich. Beim Chrome-Delete bin ich sehr gespalten… eigentlich gut, aber beim weißen Model 3 finde ich es eher nicht so gut. Die Mittelkonsole fällt bei mir jedoch definitiv in den „finde ich nicht gut“ – Bereich. Zwar ist hier kein Hochglanz mehr da (was super ist), jedoch gefällt mir die Öffnung bei der alten Variante wesentlich besser. Naja, leider hat man hier keine Auswahl und bekommt einfach die Neuerungen! Mit etwas Glück kriegt man auch direkt die neue Batterie!

SuperCharge


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Erfahrungsbericht nach 15.000 km mit dem Tesla Model 3

15.000 km mit dem Tesla Model 3

Von dem täglichen Weg zur Arbeit bis hin zu zwei längeren Roadtrips in den Schwarzwald. Mittlerweile habe ich etwas mehr als 15.000 km und knapp über 6 Monate Erfahrung mit meinem Tesla Model 3 gesammelt und möchte somit meinen ersten Erfahrungsbericht zum Auto verfassen.

Fahrverhalten, Reichweite und Standverbrauch

Das Fahrverhalten ist seit dem ersten Tag genial. Ich habe die Base Performance Variante (Long Range mit Performance Software) erhalten und bin sowohl mit der Leistung als auch mit dem grundsätzlichen Fahrverhalten sehr zufrieden! Das Fahrwerk ist – für mein Empfinden – genau „hart genug“ und benötigt definitiv keine härteren Federn. Von der Höhe würde ich das Fahrzeug definitiv nicht tiefer haben wollen, da ich teilweise an einigen Stellen bereits sehr knapp an einem Unterboden-Kratzer davongekommen bin. Klar, wenn man nur in der Stadt und Autobahn unterwegs ist, dann merkt man von der Höhe nichts. Geht es jedoch in Tiefgaragen oder auf erhöhte SB-Waschboxen (als Beispiel), dann hofft man nur, dass man da nichts unten anschleift! 😉

Durch die Performance Software stehen mir natürlich so ziemlich alle Features des M3P zur Verfügung. Ich selbst habe den Track Mode (v2) noch nicht getestet, habe jedoch schon das ein oder andere Mal etwas tiefer auf das Strompedal gedrückt! Auch wenn ich der Meinung bin, dass man so viel Performance nicht braucht, macht es dennoch Spaß und bringt einem jedes Mal das bekannte „Tesla Grinsen“ ins Gesicht! 😊

Wenn man ein Dauergrinsen haben möchte, dann muss man logischerweise mit einer geringeren Reichweite kalkulieren. Das Thema „Reichweite“ finde ich sehr schwer zu beschreiben, da es von so vielen Faktoren abhängt. Außerdem lebt man im Normalfall nicht nach der Philosophie: „Ich lade bis 100% und fahre zum Nachladen bei ca. 5% zur Säule“.

Logischerweise sollte man weniger bremsen, sondern eher rekuperieren. Bei „Vollstrom“ auf der Autobahn oder von der einen Ampel zur nächsten, steigt der Verbrauch logischerweise ebenso. Abseits des eigenen Fahrverhaltens haben folgende Faktoren einen mehr oder weniger starken Einfluss auf die Reichweite:

  • Temperaturen: Bei kaltem Wetter geht der Verbrauch etwas hoch. Wenn man die Heizung dazu schaltet, dann steigt der Verbrauch noch weiter. Meine typische Innen-Temperatur ist 18 Grad. Wenn ich bei kälteren Temperaturen mit 18 Grad unterwegs bin, dann steigt mein Verbrauch (bei gleicher Fahrweise) von ca. 140-150 wh/km auf ca. 160-180 wh/km.
  • Lang- oder Kurzstrecke: Ob man mit einer Ladung durchfährt, oder den typischen täglichen Weg zur Arbeit hat, macht einen erheblichen Unterschied. Bei Langstrecken merkt man den Verlust m. M. n. nicht so stark wie bei Kurzstrecken. Vor allem im Winter machen sich Kurzstrecken erheblich bemerkbar. So verbrauche ich für die ersten 10 Kilometer meistens genauso viele Prozente, wie für die restlichen 20-30 km zur Arbeit. Der Grund dafür ist, dass die Batterie „auf Betriebstemperatur“ gebracht wird und man somit bei den ersten Kilometern statt 5 km pro Prozent eher 3 km pro Prozent weit kommt. Bei Langstrecken merkt man das nicht so stark, da die Batterie nur einmalig „auf Betriebstemperatur“ gebracht wird. So bin ich im Spätherbst (bei einer Außentemperatur von ca. 4-8 Grad) gute 450 km weit gekommen. (SoC 90 % und mit ca. 5 % am Supercharger angekommen.
  • Regen: Starker Regen und nasse Fahrbahnen wirken sich ebenso auf den Verbrauch aus. Auch wenn die Auswirkung m. M. n. meist nicht extrem ist. Nach meiner Erfahrung sollte man es jedoch nicht vernachlässigen. Besonders auf Langstrecken sollte man hier aufpassen und nicht zu knapp kalkulieren. Lieber einen Supercharger vorher nehmen, als eine stressige Fahrt zu haben! Bei unserer Fahrt in den Schwarzwald macht es am Ende ca. 5-10 % aus. (Starker Regen, ca. 30 Minuten lang). Normalerweise ist die Planung vom Navi sehr konservativ, sodass ich meistens mit ca. 5-15 % Mehrkapazität ankomme. Bei der Fahrt in den Schwarzwald sah es vor dem Regen auch so aus. Laut der Berechnung wäre ich statt mit 10 % mit 22 % angekommen. Am Ende bin ich jedoch mit 5 % weniger Ladung angekommen, als die Berechnung am Anfang angegeben hat. (Ankunft mit 5 %, somit nur eine 5 % Abweichung von der initialen Berechnung, jedoch mit einer ca. 17 % Abweichung zum Stand „vor dem Regen“. Zu dem Regen gingen jedoch die Temperaturen ebenso auf ca. 2 Grad runter.)

Aktuell liegt mein Verbrauch (nach 15.600 km) bei ca. 160 Wh/km. Ich habe das Fahrzeug zum Herbst-Anfang bekommen und habe somit noch keinen richtigen Sommer erlebt. Somit gehe ich davon aus, dass mein Gesamt-Verbraucht zum Sommer wieder in Richtung 145 Wh/km gehen wird. (So wie vor dem Winter)

Zum Thema Standverbrauch gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben. Ohne Sentry-Mode (Wächtermodus) verbraucht das Auto in der Nacht ca. 1 %. Somit würde ich pro Tag von einem Verlust von 1-2 % rechnen. Hat man hingegen den Sentry-Mode an, dann steigt der Verbrauch natürlich etwas, da das Auto nicht „einschläft“ und die Kameras ständig laufen. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass während meiner Arbeit einen Verlust von 3-5 % habe. (Standzeit ca. 8 Stunden)

Ich benutze keine externen Apps, die mir irgendwelche Werte auslesen und somit das Auto vom Einschlafen abhalten. Somit finde ich die Verbrauchswerte im Stand (sowohl mit Sentry-Mode als auch ohne) vollkommen akzeptabel. Im Urlaubsfall würde ich einfach von 2 % pro Tag (ohne Sentry-Mode) ausgehen und das Auto auf ca. 90 % laden. Somit sollte selbst ein 30-tägiger Urlaub kein Thema sein. 😉

Das Auto wird eigentlich nur besser! Over-The-Air-Updates!

Besonders cool finde ich die Over-The-Air-Updates. Auch wenn der Download mittlerweile nur noch via WLAN geht, so kriegt man die Benachrichtigung eines bevorstehenden Updates per LTE. Das Gefühl in das Auto zu steigen und etwas Neues oder Verbessertes zu haben, ist einfach genial. Während der sechs Monat hat sich einiges getan. Ohne jedes Detail hier zu benennen, hier einige Updates der letzten sechs Monate:

  • Performance Update: Steigerung der Peak-Power-Performance um ca. 5 %
  • (True-)One-Pedal-Driving: Das Auto rekuperiert bis 0 km/h und bleibt automatisch stehen. Die Bremse braucht man im Normalfall nicht mehr.
  • YouTube, Netflix und Twitch im Auto!
  • AI-Technik für die Scheibenwischer: ständige Verbesserung der Scheibenwischer
  • Alle Fenster einen Spalt weit öffnen per App!
  • Verbesserung der Navigation: Navigation zu Terminen, zur Arbeit und nach Hause (Zeitgesteuert), die Möglichkeit Locations auf der Karte auszuwählen (touch) und Google-Infos (Öffnungszeit, etc) zu erfahren, anzurufen oder direkt dahin zu navigieren
  • Verbesserung Sentry-Mode: Neben grundlegenden Verbesserungen ist die Rückfahrkamera nun auch Bestandteil der Sentry-Mode-Aufnahmen
  • Visualisierungen: Pylonen, Mülltonen, Ampeln (mit Status rot, orange, grün), Stop-Schilder, Straßenmarkierungen
  • Verbesserung vom Autopilot (deutlich weniger Phantombremsungen)
  • Schnelleres Laden per DC: bis zu ca. 200 kW
  • Joe-Mode: Systemsounds sind leiser
  • Soundsteuerung wurde verbessert und Sprachen wurden hinzugefügt
  • Lautstärke passt sich automatisch an, wenn die Tür aufgeht
  • Anzeige von öffentlichen Ladesäulen in der Navigationskarte
  • Diverse neue Spiele
  • Und vieles mehr (Bugfixes, weiter Features, etc)

Diese paar neuen Features sind mir so hängen geblieben. Es waren jedoch definitiv mehr als nur die paar Aufgezählten. Und sowas habe ich bis jetzt in keinem Auto erlebt! Einfach cool, wenn das Auto mit der Zeit einfach besser wird!

Fehlermeldungen

Neben den coolen neuen Features habe ich auch diverse Fehlermeldungen bekommen. Nichts Schlimmes, aber ich will ja nicht nur Positives berichten! 😉

  • Ladeanschlusskappen-Sensor - Ladeanschluss funktioniert evtl. nicht wie erwartet.
    • Diesen Fehler habe ich schon lange nicht gesehen. Vermutlich gefixt durch ein Update.
  • Wächter-Modus momentan nicht verfügbar: unter 20 % funktioniert der Modus nicht mehr.
    • Normales Verhalten und eigentlich kein Fehler. Sollte man nur wissen!
  • Linker / rechter Sensor blendet:
    • Kommt vor, wenn die Sonne von der Seite auf die Kameras scheint. (Oder ein Auto von hinten blendet). Habe es bisher jedoch keine Einschränkungen aufgrund des Fehlers bemerkt
  • Spotify hängt sich auf.
    • Wurde durch ein Update behoben. Als Workaround musste man kurz Tune-In auswählen und schon hat Spotify (bzw. damals Spötify) wieder funktioniert. 😉
  • Der Monitor geht aus und rebootet.
    • Habe ich bis jetzt zweimal gehabt. Einmal im Stand und einmal während der Fahrt. Bis auf den Punkt, dass man seine Geschwindigkeit nicht mehr sieht und die Sounds nicht mehr funktionieren, ist das nicht so wild. Der Reboot dauert nur paar Sekunden und das Auto ist voll funktionsfähig! 😊
  • Auto kann via App nicht geöffnet werden.
    • Dieses Problem hatte ich bis jetzt nur einmal. Die Lösung war jedoch ganz einfach: Smartphone in den Flugmodus versetzen, kurz warten und dann den Flugmodus wieder deaktivieren. Dennoch würde ich immer eine RFID-Karte (Tesla-Card) dabei haben!
  • Kein Radio, keine Heizung und keine Sitzheizung:

Das Gute dabei ist, dass die Fehlermeldungen mittlerweile aussagekräftiger sind als am Anfang. Auch das war ein Bestandteil eines Over-The-Air-Updates. Die meisten Fehler verschwinden entweder automatisch oder nach einem „Einschlafzyklus“.  Viele Leute beschweren sich über die Fehlermeldung vom Sentry-Mode (USB-Gerät zu langsam o. Ä.). Das Problem gab es vermutlich schon immer, bloß wird seit einem Update dieses Problem auch als Fehlermeldung angezeigt. Ich selbst habe das Problem bis dato nicht gehabt, da ich von Anfang an eine externe USB 3 – SSD für die Aufnahmen verwende.

Ladesituation

Ich wohne in einer Wohnung und habe ohne Weiteres keine Möglichkeit zu Hause zu laden. Das ist jedoch bis jetzt noch nie ein Problem gewesen. Der Grund dafür sind die zahlreichen (kostenfreien) Lade-Möglichkeiten. Kurz und knapp: Entweder lade ich beim Einkaufen, beim Fitness Studio oder seit Neustem beim Arbeitgeber. Auf Langstrecken nutze ich meine freien Supercharge Kilometer. Im Urlaub wählt man ein Hotel mit Lademöglichkeit. Somit bin ich bis jetzt über 15.000 km kostenfrei & stressfrei gefahren. Selbst wenn man nichts Kostenloses in der Nähe hat, so hat man unzählige öffentliche Säulen hier im Ruhrgebiet. Seitdem ich mit einem Elektroauto unterwegs bin, fallen mir erst die ganzen Säulen auf. So wenig sind es (hier im Ruhrgebiet) definitiv nicht! Auch auf Langstrecken hat man mittlerweile eine recht gute Infrastruktur vorhanden. Selbst die Ausschilderung der Elektrosäulen auf Autobahn-Schilder wird immer besser und besser. Langsam wird’s! 😊

Stauraum im Kofferraum

Das Volumen im Kofferraum war für mich anfangs sehr bedenklich, schließlich wollte ich mir eigentlich einen Kombi holen. Das hat sich jedoch mittlerweile gelegt. Zwar finde ich die Größe der Kofferraum-Öffnung immer noch sehr schmal, jedoch habe ich mich damit abgefunden und habe bis jetzt kein wirkliches Problem gehabt. Vom Volumen her ist der Kofferraum super. Unsere Urlaubstasche passt perfekt in den Unterboden und somit haben wir den gesamten (tiefen) Kofferraum für anderes Zeug frei. Ladekabel und alles „Fahrzeug-Spezifisches“ lagern im Frunk. Für mich ist das Thema Kombi somit definitiv verkraftet und ich schaue keinem Kombi mehr hinterher! 😊

Wartung

Bis auf den Reifenwechsel habe ich bis jetzt noch keine Wartungen am Fahrzeug gehabt. Einmal ohne Gummi-Pads und einmal mit. Beides geht, nur ist es mit den Pads m. M. n. einfacher und sicherer. Die Auslieferungsmängel habe ich bis jetzt auch noch nicht beseitigen lassen. Dazu gibt es aber noch einen detaillierteren Blog-Beitrag!

Was stört mich noch am Auto?

Kein Auto ist perfekt. Auch am Model 3 gibt es paar Punkte, die ich noch nicht sehr gut finde. Software-Themen werden sicherlich durch ein Update verbessert werden. Da bin ich mir sicher. Jedoch gibt es auch neben der Software paar nicht so schöne Sachen, die mich etwas stören. Aber fangen wir mal mit der Software an, die sicherlich nur besser werden wird:

  • Automatiken
    • Scheibenwisch-Automatik: mittlerweile besser, aber noch lange nicht perfekt.
    • Fernlichtautomatik: Muss definitiv verbessert werden. Aktuell unbrauchbar.
  • Navigation
    • Die Führung ist teilweise sehr fraglich. Es wird die OpenStreetMap Führung mit Google Map Darstellung verwendet.
    • Keine Zwischenziele möglich! Obwohl bei Langstrecke die SuperCharger als Zwischenziel angezeigt werden. So schwer kann es dann wohl nicht sein.
    • Destination-Hotels sind nicht mehr so leicht zu finden, seitdem die öffentlichen Säulen angezeigt werden. Vielleicht sollten die Destination-Hotels eine andere Farbe auf der Karte kriegen?!
    • Filter-Option für Säulen (wie viel KW, Anbieter, etc) aktuell nicht möglich
    • Man sieht nicht wie viele Fahrzeuge aktuell zum gewählten SuperCharger unterwegs sind. Eine Anzeige wie viele Fahrzeuge zum gewählten SuperCharger aktuell navigieren wäre jedoch sicherlich praktisch, da man ggfs. Dann doch einen anderen Charger anfangen würde.
  • App
    • Separate (De-)Aktivierung der Klimaanlage nicht möglich
    • Sitzheizung aktivieren ohne, dass man die Heizung aktivieren muss aktuell auch nicht möglich.
    • Verstellung der Ladestärke (So wie im Auto es möglich ist: 5 A – 16 A) via App nicht möglich
  • Generelle Features die ich gerne noch im Auto hätte
    • Ein „Nerd-Mode“: Mehr Angaben zu den Sensoren (Temperatur, Leistungsaufnahme der Motoren, der Heizung, etc.). Im Prinzip alles das, was Drittanbieter-Apps hier zur Verfügung stellen.
    • Sentry-Mode Videos im Auto gucken (soll kommen)
    • Sensibilität vom Sentry-Mode ändern können
    • Memory-Funktion vom Beifahrer-Sitz (soll kommen)
    • Zeitbasierte Zugangsmöglichkeit: Bspw: Smartphone Key A darf nur täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr das Auto öffnen.
    • Seitenkameras anzeigen beim Rückwärtsfahren (soll kommen)

Zum Thema Hardware gibt es auch paar Sachen, die ich nicht so gut finde:

  • Scheibenwischer
    • Halte ich für nicht so toll. Teilweise habe ich das Gefühl, dass sie eher schmieren als wischen. Vielleicht muss ich sie aber auch mal auswechseln.
  • Ladeanschluss hinten links
    • Teilweise kann man nicht vernünftig mit einem festen Ladekabel an den Anschluss kommen. Ich glaube, dass der Ladeanschluss vorne (mittig) die bessere Alternativ wäre. Aber auch das bringt Nachteile: Optik, Platzreduzierung im Frunk, Hohe Schäden bei kleineren Auffahr-Unfällen, etc
  • Verbesserung der Tür-Isolierung
    • Aktuell kommt der ganze Schmutz in die Innenseite der Tür-Rahmen, da die Gummi-Dichtungen nur sehr tief sitzen. (Kann man zwar selbst nachrüsten, halte ich aber für den falschen Ansatz. Aus meiner Sicht eine Konstruktionsschwäche, die vom Hersteller angepasst werden sollte. Zum Beispiel doppelte Dichtungen, wobei eine außen sitzen sollte.)
  • Seitenspiegel
    • Dunkeln bei Nacht sehr stark ab. Wenn man rückwärts einparken muss, dann sieht man so ziemlich nichts.
  • Belüftung / Heizung
    • Ich habe das Gefühl, dass die Heizung teilweise nicht konstant die Temperatur hält. Man stellt beispielsweise 18 Grad ein. Das Auto erwärmt sich deutlich. Fährt man nun (schneller) längere Strecken, so wird es sehr spürbar kälter im Auto.
  • Licht
    • Meiner Meinung nach nicht up-to-date. Hier hätte Tesla ein besseres Lichtsystem verbauen sollen. Egal ob Abblendlicht oder Fernlicht. Beides können diverse Konkurrenten definitiv besser. Auch die Beleuchtung in den Kurven ist verbesserungswürdig.
  • Tür-Griffe
    • Für mich super. Für fremde Mitfahrer, die noch ein Model 3 gesehen habe, sind die Tür-Griffe ein Horror. Sowohl beim Ein- als auch beim Aussteigen. Die Leute kommen damit einfach nicht klar.

Fazit nach 15.000 Kilometern

Abseits vom Antrieb, welcher definitiv besser als jeder Verbrenner ist, ist das Model 3 ein super Fahrzeug. Das Fahrverhalten ist m. M. n. perfekt. Es macht Spaß ins Auto einzusteigen, das Auto zu fahren und mit einem Grinsen auszusteigen. Die Performance zaubert einem immer ein Grinsen ins Gesicht. Ob es mit leisem „zischen“ bergauf oder mit der Rekuperation bergab geht, in jeder Lage hat man Performance und jede Menge Spaß! Der futuristische Innenraum ist zeitgemäß und irgendwie „logisch“, wenn man schon mal ein Smartphone in der Hand gehabt hat. Die Möglichkeit das Auto per App vorzuheizen ist zwar kein Alleinstellungsmal, jedoch immer eine Freude, wenn man in ein perfekt temperiertes Auto steigt. Unabhängig von der Außentemperatur! Mit PIN-to-Drive kann man in Ruhe schlafen. Der Kofferraum stellt für meine Ansprüche genügend Platz zur Verfügung. Eine Tankstelle vermisse ich definitiv nicht und beim Laden habe ich bis jetzt keine Sekunde Stress empfunden. Die Fahrt in den Urlaub wird zum kleinen Erlebnis. Steht man im Stau, dann ärgert man sich nicht, sondern schaut sich einfach die nächste Folge auf Netflix an! Reichweiten-Probleme mit einem Tesla? Nein, gibt es nicht. Dafür ist das Tesla Supercharger Netz einfach zu gut ausgebaut. Und das Gute ist: Es wird sogar noch besser sein, wenn du das hier liest. Ich glaube, man merkt schon, dass ich den Kauf vom Model 3 auf keinen Fall bereue! Bis jetzt bin ich superzufrieden und kann mir aktuell nicht vorstellen je ein anderes Auto fahren zu wollen! 😊

SuperCharge


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Meine Auslieferung - Base Performance Model 3

Meine Auslieferung vom Base Performance Model 3

Die finale Terminbestätigung

Nach meiner Bestellung fing die Vorfreude so langsam an. Der erste Auslieferungstermin (20.08.) wurde dann jedoch verschoben, da das Fahrzeug noch nicht im Delivery Center Neuss angekommen ist. Somit wurde der Termin um zwei Wochen nach hinten geschoben. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Auslieferung vor dem neuen reservierten Datum (04.09.)  stattfinden wird, da ein Transport von Hamburg nach Neuss im Normalfall ja nicht so lange dauert. Man darf natürlich nicht vergessen, dass man nicht der Einzige ist, der auf sein Auto wartet! 😉

Als sich im Laufe der Woche nichts mehr getan hat, bin ich dann doch davon ausgegangen, dass es – hoffentlich – der 04.09. werden wird. Zwei Tage vor Auslieferung kam dann die langerwartete telefonische Bestätigung. Bei dem Telefonat konnte man dann noch offene Fragen klären und auch die Uhrzeit für den Tag festlegen bzw. verschieben. Nach dem Telefonat kam dann direkt zusätzlich auch noch eine Bestätigung per Mail! Top, es wird ernst! 🙂

Für die restliche Woche habe ich mir dann erst mal freigenommen. Ich habe sowieso einige Überstunden angesammelt, die weg mussten: Perfekter Moment um das zu tun! 😉

Also wurde das alte Auto aus der Garage geparkt, die Garage aufgeräumt und somit alles notwendige für die Abholung vorbereitet!

Die Auslieferung

Kurz vor acht ging dann die Reise von Dortmund nach Neuss los. Wir entschlossen uns die Bahn zu nehmen, da die Anbindung aus Dortmund doch relativ gut ist. Nach knapp zwei Stunden Bahnfahrt sind wir dann in Neuss angekommen. Wir sind an der S-Bahn Station „Neuss Rheinparkcenter“ ausgestiegen und den restlichen Weg dann zu Fuß gelaufen. Von der S-Bahn Station ist man ca. 15-20 Minuten zu Fuß unterwegs, also alles kein Thema. 🙂

Nach einem kurzen Spaziergang sind wir dann an der Auslieferungsadresse angekommen. Direkt vor dem Eingang findet man ein recht großes Tesla-Schild mit der Beschriftung „Model 3“ drauf. Wir sind eindeutig an der richtigen Stelle angekommen!

Die Auslieferung war für 11 Uhr geplant. Wir waren bereits um 10:15 Uhr vor Ort und haben uns dann beim Pförtner gemeldet. Nun hieß es warten, da der Pförtner uns erst 20 Minuten vor Auslieferungstermin in die Halle lassen durfte. Naja, die paar Minuten können wir auch warten! 😉

Kurz vor 11 Uhr durften wir dann in die Halle. Der Pförtner erklärte uns den Weg und es ging los. Keine 5 Minuten später standen wir in einer leeren Lounge. Kein anderer Kunde oder kein Tesla Mitarbeiter zu sehen. Dafür aber eine Kaffeemaschine, ein gut gefüllter Kühlschrank und bequeme Sitzmöglichkeiten! Passt! 🙂

Links hinter der Absperrung hörte man bereits Gespräche. Also bin ich mal „kurz schauen“ gegangen und dort standen drei Model 3 auslieferungsfertig und haben nur noch auf die Besitzer gewartet! 😉

Als der Mitarbeiter uns gesehen hat, frage er kurz nach, ob uns jemand empfangen hat. Ich meinte nur, dass hier niemand sei, es aber auch nicht schlimm ist. Wir warten einfach bis jemand kommt, schließlich sind wir gut versorgt und sowieso erst um 11 Uhr dran.

Von den drei auslieferungsfertigen Model 3 war nur ein weißer dabei, also musste das wohl unserer sein! Auf dem ersten Blick sah alles sauber aus. Ich habe keine offensichtlichen Mängel gesehen. Weder Spaltmaße oder sonstige Auffälligkeiten. Das ist schon mal beruhigend, denn draußen standen einige Fahrzeuge (nicht Tesla), die scheinbar einen Transportschaden hatten.

Also haben wir uns in die Lounge gesetzt, uns ein Erfrischungsgetränk genommen und gewartet bis die aktuell laufende Übergabe erfolgt ist. Etwa zehn Minuten später rollte dann das graue Model 3 aus der Halle und der Mitarbeiter kam in die Lounge und stellte sich vor. Er begrüßte uns und merkte, dass wir uns bereits kannten. Wir haben uns nämlich bereits im Düsseldorfer Store kurz gesehen und über einige Punkte zum Model 3 gesprochen. Er bat mich dann um meinen Personalausweis und die Kennzeichen. Nachdem alles gecheckt war, bekam ich meinen Personalausweis wieder und musste mich noch kurz gedulden, bis die Kennzeichen in die bereits vormontierte Halterung gesteckt worden sind.

Einige Minuten später kam der Delivery Specialst wieder und erkundigte sich kurz bei mir nach meiner Erfahrung. Hierbei teilte ich ihm direkt mit, dass er mir eigentlich nichts zum Auto erklären braucht und auch nicht die innere Bedienung groß zeigen muss. Dafür habe ich bereits zu viele YouTube Videos gesehen, genügend Foren-Beiträge gelesen und mich anderweitig informiert! 😀

Ich habe somit um mehr Zeit für die Prüfung des Fahrzeugs gebeten. Das war für den Mitarbeiter gar kein Thema, ganz im Gegenteil, konnte er dann in der Zwischenzeit einige andere Arbeiten erledigen. Er sagte dann nur: „Ich sitze paar Meter weiter am Computer und erledige dann paar andere Sachen. Sollte was sein, dann rufen Sie einfach kurz rüber und ich bin direkt da!“ – Top! Somit konnte ich meine Checkliste entspannt durchgehen und musste mir nicht ständig über die Schulter gucken lassen. Besser geht es kaum! 😉

Eine Frage hatte ich dann doch direkt noch: „Wie viel Zeit habe ich eigentlich, denn in der Mail stand was von 15 Minuten.“ – Darauf kam nur kurz und knapp: „Lassen Sie sich so viel Zeit, wie sie brauchen!“ Genial! 🙂

In der App wurde mir mein Auto in der Zwischenzeit freigeschaltet, sodass auch der Punkt abgehackt werden konnte.

Also bin ich zum Auto und bin die Checkliste von unten nach oben durchgearbeitet. Dabei stellte ich im Prinzip nur eine wirklich unschöne Sache fest: Der Ladedeckel ist definitiv schief verbaut! (Folgendes Foto wurde erst später erstellt. Das Auto ist nicht gerade sauber! 😉 )

Abgesehen vom Ladedeckel fand ich dann eigentlich nur Kleinigkeiten. Kleine Lackpickel und kleine Lackschäden, so wie man sie ab und an von Steinschlägen her kennt. Alles nichts wild, dennoch wollte ich diese Schäden im Protokoll aufgenommen haben und rufe somit den Mitarbeiter kurz rüber.

Wir gingen somit nochmal gemeinsam die Mängel durch. Der Mitarbeiter wollte die Kleinigkeiten erst nicht aufnehmen und probierte diese erst mal „sauber zu machen“. Nach einer kleinen Diskussion wurden dann so ziemlich alle Schäden protokolliert. Dabei stellten wir heraus, dass die App, womit die Delivery Specialists die Schäden aufnehmen teilweise nicht so einfach ist. Der Delivery Specialist muss nämlich erst auswählen wo genau der Schaden ist. Anschließend muss er ein Foto von der Stelle machen, dabei muss die Stelle jedoch im gekennzeichneten Gebiet liegen. Das ist bei manchen Stellen aber scheinbar gar nicht so einfach zu finden. 😀

Naja, am Ende wurde dann doch alles gefunden und aufgenommen. „Alles“ dann aber eben doch nicht. Der Ladedeckel, der definitiv schief ist, wurde dann nicht aufgenommen. Die Begründung war: „Das ist leider aktuell so. Wir arbeiten gerade an einem neuen Ladedeckel, der auf beiden Seiten (links und rechts vom Ladestecker) eine Halterung/Scharniere haben wird. Wenn dies der Fall ist, wird ihr Deckel einfach mit der kompletten Einheit ausgetauscht. Ein „gerade richten“ ist nicht so einfach und sehr zeitintensiv. Also einfach beim nächsten Service vorbei fahren und erfragen, ob ein neuer Ladedeckel zur Verfügung steht. Dann wird der Deckel einfach komplett mit der gesamten Ladeeinheit getauscht.“

Hm, somit bin ich beim „Ich hoffe, dass es auch so sein wird“ geblieben. Mich persönlich stört es nicht so sehr, somit verlasse ich mich einfach mal auf die Aussage vom Delivery Specialist.

Für alle anderen Lackschäden, soll ich einfach zu einem BodyShop fahren und das prüfen lassen. Der BodyShop schickt dann wohl die Prüfung an Tesla und dann nimmt alles seine Wege. Tesla genehmigt dann alle Schäden die bei der Übergabe protokolliert wurden und somit hat der BodyShop „freie Fahrt“ für die Reparatur.

Hier paar Beispiel an Lackmängel:

Im Innenraum habe ich nichts gefunden, was protokolliert werden musste. Es waren im Endeffekt nur kleine Lackschäden im Außen- und Tür-Innenbereich und eben der Ladedeckel. In Summe waren es ca. 6-8 Stellen, die ich – beim wirklich pingeligem Prüfen – entdeckt habe. Eine Kleinigkeit hatte ich dann noch unten an der Rückleuchte entdeckt.

Abschließend haben wir dann noch paar Kleinigkeiten erledigt.

  • die Anbindung ans Smartphone gemacht, damit das Smartphone als Mobile Key nutzen kann.
  • Entfernung von Kleberesten auf der Innenseite der Heckscheibe
  • digitale Unterschrift für die erfolgreiche Übernahme
  • Übergabedokumente für den Pförtner

Und dann hieß es auch schon: Bereit zur Abfahrt! 90 % waren bei der Übergabe geladen, somit gar kein Thema nach Hause (und viel weiter) zu kommen! 🙂

Die ersten Meter

Alle Dokumente verstaut, die Spiegel und das Lenkrad passend eingestellt, den Kriechmodus deaktiviert und alles im Profil gespeichert. Alles klar, es kann los gehen: Drive Mode rein und ein stilles und gewöhnungsbedürftiges „gleiten“ aus der Halle fing an. Ein seltsames Gefühl, wenn man geräusch- und viberationsfrei los fährt. Ein Gefühl, an das man sich nun gewöhnen muss – aber keine Sorge, dass geht schnell! 😀

Am Anfang muss man sich vor allem aber auch an die Breite vom Fahrzeug gewöhnen. Das Auto ist dann doch ein gutes Stück breiter als mein Vorgänger.

Nach ein paar Metern und einer mängelfreien Ausfahrt aus der Halle rollten wir zum Pförtner. Dort die Übergabedokumente abgegeben und die Fahrt nach Hause konnte losgehen!

An der ersten Ampel dann die unerwartete regenerative Bremse vom Elektromotor: Wow! So stark habe ich das nicht erwartet! Jetzt ist auch klar, wieso die Bremsleuchten angehen, wenn man rekuperiert. Lässt man das Strompedal komplett „los“, dann reduziert sich die Geschwindigkeit von 50 km/h auf ca. 15 km/h innerhalb gefühlten 2-4 Sekunden. Nachdem ich paar mal rekuperiert habe, wollte ich es eigentlich gar nicht mehr missen! Das „One-Pedal Driving“ hat begonnen! 😀

Aus Spaß habe ich mal die regenerative Bremse auf „Niedrig“ gestellt, um zu sehen wie stark der Unterschied zu „Standard“ ist. Der Unterschied ist gewaltig! Nach der ersten Ampel wurde dann direkt wieder auf „Standard“ gestellt, da es definitiv angenehmer ist. Man muss sich nun dran gewöhnen, dass man beim Bremse kein anderes Pedal drückt, sondern lediglich langsam vom Strompedal geht und irgendwann komplett keinen Druck mehr auf das Pedal erzeugt. Ab ca. 8-5 km/h muss man dann nur kurz auf die Bremse drücken, damit man zum Stillstand kommt. Das muss man einfach selbst erlebt haben – absolut genial und entspannend! 🙂

Auf dem ca. 75 km Rückweg hat sich dann auch der Autopilot recht schnell kalibriert. Auf der Autobahn wurde der Autopilot dann auch direkt mal gestartet und nach der ersten „Phantombremsung“ für’s erste deaktiviert. „Erst mal ans Auto gewöhnen“, dachte ich mir!

Mein Auto wurde mit der Version 2019.15.104.1 ausgeliefert und war laut Delivery Specialist und auch dem Auto „aktuell“. Naja, dass das falsch ist, war mir direkt klar. Ich wollte aber nicht extra deswegen noch länger bleiben und auf ein Update bestehen. Somit habe ich die Phantombremsung vom Autopilot erst mal auf den alten Software-Stand geschoben und bin den restlichen Weg „selbstfahrend“ nach Hause gefahren! Um ehrlich zu sein, hatte ich aber auch kein Verlangen danach den Autopilot zu aktivieren, weil das „Selbst-Fahren“ dann doch zu viel Spaß machte! 🙂

Fazit

Zusammengefasst kann ich sagen, dass mein Auto in einem besseren Zustand gewesen ist, als ich es „erwartet“ bzw. befürchtet habe. Ich habe – bis auf den Ladedeckel – keine auffälligen Spaltmaße gehabt. Das Glasdach sitzt sauber, die Scheinwerfer ebenso und die Chromleisten sind aus meiner Sicht in Ordnung. Einige der Lackmängel hätte ich auf dem ersten Blick gar nicht entdeckt. Für diese Mängel werde ich ein BodyShop raussuchen und dann wird das Thema auch der Zukunft angehören. Beim Ladedeckel habe ich hingegen etwas mehr bedenken. Ich hoffe, dass auch hier ein kostenfreier Tausch erfolgt. So wie es versprochen worden ist.

Das Auto fährt sich super. Es liegt perfekt auf der Straße, hat wirklich viel (!) Power und ist vor allem ruhig. Klar hört man einige Windgeräusch, aber das sind definitiv weniger als in meinem Vorgänger-Fahrzeug. Zudem kommt noch dazu, dass man neben den Reifen keine andern Geräusche hat. Somit fallen die Windgeräusche eben eher auf. Für mich absolut kein Thema, da ich im Normalfall auch noch Musik beim Fahren laufen habe. Spätestens dann erübrigt sich das Thema „Windgeräusche“.

Zum Punkt Musik: Die Sound-Anlage ist gut. Nicht perfekt aber absolut ausreichend. Im Detail muss ich mir das noch alles anschauen, aber nach dem ersten Hören bin ich definitiv zufrieden! 🙂

Am Ende bleibt mir nich viel zu sagen außer:

  • Ich bereue den Kauf definitiv nicht – Eine Rückgabe kommt nicht in Frage!
  • Nach nun knapp über 2000 km Model 3 Erfahrung, bin ich nun ein überzeugter „one-pedal driver“! 😀
  • Ich will nie wieder privat einen Verbrenner fahren! Dafür ist die Stille, die Power und das Gefühl einen Tesla zu fahren einfach viel zu geil!
  • Die App-Steuerung (z. B. Klimaanlage) ist eins meiner Favoriten!
  • Google Maps im Auto ist genial
  • Nach knapp 2000 km ist das Thema „Laden“ gar kein Thema. Bis jetzt musste ich nicht einmal „extra Laden“ fahren. Und dabei habe ich keine Möglichkeit zu Hause oder auf der Arbeit zu laden!

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zukunft und auf die OTA (over the Air) Updates, die mein Fahrzeug hoffentlich noch lange verbessern werden!

Die nächsten Themen sind bereits auf der To-Do:

  • Winterreifen
  • Lackmängel machen lassen
  • Ggfs. Chrome-Delete & Scheibentönung
  • Ggfs. Keramikbeschichtung
  • Reisen, reisen, reisen!!!

SuperCharge


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Unterschied zwischen dem CoC-Papier vom AWD LR und Base Performance Model 3

Unterschied zwischen dem CoC-Papier vom AWD LR und Base Performance Model 3

Ich selbst habe ja – wie bereits hier beschrieben – unterschiedliche Aussagen von Tesla bzgl. dem CoC-Papier bekommen. Nun war ein war User so nett und hat mir sein CoC-Papier, welches er heute bekommen hat, zur Verfügung gestellt.

Ich möchte in diesem Beitrag die Unterschiede zwischen meinem CoC-Papier, welches ich für meinen bestellen Model 3 LR AWD bekommen habe, und dem Papier eines Base Performance Model 3 festhalten. Wichtig hierbei sind folgende Sachen:

  • Wir (Ich und der User) haben beide keine AHK! (Anhängerkupplung) bestellt
  • Der User hat zuvor kein CoC-Papier erhalten. Es ist also sein erstes CoC-Papier!
  • Ich habe 18″ Aero und der User 19″ Felgen (Unterschied habe ich also unten weggelassen)
  • Ich liste hier nur die Unterschiede auf, die mir bei der Durchsicht aufgefallen sind. Alles was gleich ist lasse ich weg.

LR AWD

  • Bb1N bei 0.2: Type - Version
  • 1919 kg bei 13.2: Actual mass of the vehicle
  • 3D5 (rear only) bei 21: Engin code as marked on engine
  • 195 kW (rear) bei 27.3: Maximum net power
  • 88 kW (rear) bei 27.4: Maximum 30min power
  • 71 dB(A) bei 46: Stationary
  • 183.04 N bei 47.1.3.0
  • 0.43 N/(km/h) bei 47.1.3.1
  • 0.027 N/(km/h)2) bei 47.1.3.2
  • e9*715/2007*2017/1347AX bei 48 Exhaust Emissions
  • 160 Wh/hm bei 49, 5.1: Electric energy consumption
  • 560 km bei 49, 5.1: Electric range
  • 682 km bei 49, 5.1: Electric rang city

Base Performance

  • Pb1N bei 0.2: Type - Version
  • 1927 kg bei 13.2: Actual mass of the vehicle
  • 3D1 (rear only) bei 21: Engin code as marked on engine
  • 205 kW (rear) bei 27.3: Maximum net power
  • 90 kW (rear) bei 27.4: Maximum 30min power
  • 70 dB(A) bei 46: Stationary
  • 199.65 N bei 47.1.3.0
  • 0.98 N/(km/h) bei 47.1.3.1
  • 0.025 N/(km/h)2) bei 47.1.3.2
  • 715/2007*2017/1347AX bei 48 Exhaust Emissions
  • 166 Wh/hm bei 49, 5.1: Electric energy consumption
  • 530 km bei 49, 5.1: Electric range
  • 635 km bei 49, 5.1: Electric rang city

Was meinst du?

Aus meiner Sicht müsste somit eigentlich jeder ein neues CoC-Papier bekommen! Deine Meinung würde mich sehr interessieren. Nutze dafür gerne die Kommentar-Funktion unter dem Blog!

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Das Chaos nach der Tesla Model 3 Bestellung

Das Chaos nach der Tesla Model 3 Bestellung

Am 14.07.2019 ging es los. Ich habe meine Bestellung für ein Model 3 LR AWD ausgeführt. Ich bekam eine E-Mail und habe in meinem Tesla Account die ersten Dokumente gesehen. Paar Tage später gab es bei Tesla eine Preissenkung. Auch das Model 3 war betroffen. Es gab die erste Änderung in den Dokumenten, sodass der neue Preis dann auch für meine Bestellung gültig war.

Einige Tage später, am 19.07.2019, bekam ich auch schon die erste Abschlussrechnung. Da der Liefertermin soweit auf den 19.08.2019 angesetzt war, habe ich nicht direkt überwiesen. Am selben Tag habe ich einen Anruf von Tesla Delivery Center bekommen. „Um auf Nummer sicherzugehen, würden wir den Auslieferungstermin erst mal um einen Tag nach hinten schieben wollen. Wäre das OK für Sie?“ – „Ja, klar.“ Ein Tag ist kein Thema. Wir haben sogar direkt eine Uhrzeit ausgemacht: 16 Uhr.

Nach dem Anruf habe ich noch paar Tage gewartet und habe dann am 25.07.2019 den kompletten Restbetrag an Tesla überwiesen.

Nun konnte ich nicht viel machen, außer auf die Papiere zu warten. Laut Tesla kommen die Papiere ca. 1-2 Tage nach Geldeingang. Mein Geld ist wohl erst am 29.07.2019 bei Tesla eingegangen, sodass ich meine Papiere am 01.08.2019 erhalten habe.

Soweit also alles gut und absolut schnell. Mit den Papieren in der Hand habe ich angefangen nach einer Versicherung zu suchen und wurde relativ schnell fündig. Nachdem ich mit der Versicherung das Thema „Werkstattbindung und Tesla BodyShops“ geklärt habe, war das Thema auch soweit durch. Eine eVB-Nummer lag mir somit bereits vor. Einer Zulassung stand somit nichts mehr im Wege.

Somit habe ich mir mein KFZ-Kennzeichen reserviert und bin anschließend zum Schildmacher und habe mir die Kennzeichen dort direkt vor Ort machen lassen.

Ein Termin bei der Zulassungsstelle wäre laut Online-Auskunft erst Mitte Oktober buchbar. Da mein Auto jedoch bereits im August übergeben werden sollte, bin ich am 07.08.2019 zur Zulassungsstelle gegangen und habe gehofft, dass ich das Auto direkt vor Ort – ohne einen Termin – zulassen kann. Das hat erstaunlicherweise schnell geklappt. Ich war nach ca. 25 Minuten mit der Zulassung durch. Am 07.08.2019 wurde somit mein Tesla Model 3 zugelassen.

Im Nachgang habe ich dann auch meinen Antrag  bei der BAFA für den Umweltbonus gestellt. Somit sollte der „Papierkram“ durch sein.

Bis jetzt lief alles „zu gut“

Am 16.08.2019 habe ich einen Anruf von Tesla erhalten. Leider – oder zum Glück (?) – habe ich den Anruf verpasst, sodass ich paar Minuten später eine E-Mail erhalten habe. Es ging – kurzgefasst – darum, dass mir ein falsches Auto zugewiesen worden ist. Statt dem bestellten M3 LR AWD wurde mir von dem System wohl ein „Base Performance Model 3“ zugewiesen. Ich hätte nun die Möglichkeit das Auto dennoch zu nehmen und somit das „Upgrade“ kostenfrei zu erhalten, da Tesla ein Fehler bei der Zuweisung unterlaufen ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe das Upgrade angenommen. Wer dazu mehr lesen will: hier geht es zum ausführlichen Blog-Beitrag! 😉

Nun fing das Spielchen mit den Final Invoices & Credit Notes an:

  • 19.07.2019: Final Invoice #1 – Alles passt, Auslieferung 19.08.2019
  • 14.08.2019: Final Invoice #2 – Änderung der Auslieferung auf 20.08.2019
  • 14.08.2019: Credit Note #1
  • 16.08.2019: Credit Note #2
  • 18.08.2019: Final Invoice #3 – Änderung auf Base Performance M3, Zahlung fällig 1000 Euro + falsche VIN
  • 19.08.2019: Credit Note #3
  • 19.08.2019: Final Invoice #4 – Änderung Auslieferungsdatum, da Auto noch nicht in Neuss sondern in Hamburg, Zahlung fällig: 1800 Euro!
  • 19.08.2019: Credit Note #4
  • 19.08.2019: Final Invoice #5 – Falsche VIN, Zahlung fällig 1800 Euro!
  • 20.08.2019: Credit Note #5
  • 20.08.2019: Final Invoice #6 – Falsche VIN, keine fällige Zahlung!
  • 20.08.2019: Credit Note #6
  • 20.08.2019: Final Invoice #6 – Falsche VIN, Zahlung fällig 1800 Euro!
  • 20.08.2019: Credit Note #7
  • 20.08.2019: Final Invoice #7 – Falsche VIN, Zahlung fällig 1800 Euro!
  • 20.08.2019: Credit Note #8
  • 20.08.2019: Final Invoice #8 – Falsche VIN, Zahlung fällig 1800 Euro!
  • 20.08.2019: Final Invoice #9 – Richtige VIN, Zahlung fällig 1800 Euro!

Und im Portal sieht das dann etwa so aus:

Zwischen durch gab es natürlich bei jeder Änderung der Bestellung ein neues „Order Agreement“ per Mail. Außerdem ist meine VIN seit dem Upgrade auf das Base Performance Model aus meinem Account verschwunden. Ich habe zwischendurch auch mal eine Mail an das Delivery Center und an meinen Sales Kontakt geschickt. In beiden Fällen wurde meine E-Mail an „die zuständige Person / Abteilung“ weitergeleitet. Man hat sich entschuldigt und mir erneut versichert, dass meine erste VIN (zu der ich auch meine Fahrzeugpapiere bekommen habe) weiterhin zu mir „gematcht“ werden soll.

Änderung auf der Website

Zum Stand der Final Invoice #9 hat sich aber auch die Ansicht in meinem Account geändert. Die typischen „Prozess-Schritte“, die man sonst von der Ansicht kennt, sind verschwunden:

Statt dieser „Prozess-Schritte“:

habe ich nun einen Text stehen:

Die nächsten Schritte

Wir erstellen gegenwärtig Ihre Rechnung und werden Sie kontaktieren, um die Restzahlung zu vereinbaren.

Wer muss am Tag der Auslieferung anwesend sein?

Alle Personen, die in der Zulassung aufgeführt sind, müssen bei der Auslieferung anwesend sein, um zu unterzeichnen. Falls Sie ein Fahrzeug in Zahlung geben, muss dessen eingetragener Besitzer ebenfalls anwesend sein. Falls eine andere Person das Fahrzeug für Sie abholen soll, muss diese in Besitz einer gültigen Vollmacht sein. Falls Ihr Fahrzeug finanziert wird, müssen alle von Ihrem Finanzierungspartner vorgeschriebenen Personen anwesend sein, um die entsprechenden Dokumente zu unterzeichnen.

Was muss ich am Tag der Auslieferung mitnehmen?

  • Ihr Führerschein (gilt für alle in der Zulassung eingetragenen Halter)
  • Kopie Ihres Kfz-Versicherungsscheins (oder Nachweis einer Tesla-Police, falls erforderlich)
  • Alle Schlüssel des von Ihnen in Zahlung gegebenen Fahrzeugs und Fahrzeugbrief o.ä. als Eigentumsnachweis (falls zutreffend)
  • Durch Inzahlunggabe Ihres Fahrzeugs akzeptieren Sie diese Bedingungen.

 

Wir werden Sie kontaktieren, um den Termin der Fahrzeugübergabe zu vereinbaren. Der Zeitrahmen für die Auslieferung hängt vom Reservierungsdatum, Bestelldatum, Auslieferungsort und von der Fahrzeugkonfiguration ab.

Finanzierung beantragen

Sie können eine Finanzierung online bei unserem bevorzugten Partner Santander beantragen. Um eine Finanzierung als Geschäftswagen zu erhalten, kontaktieren Sie uns bitte unter +49 89 550520217.


War das jetzt alles?

Das ist eine interessante Frage. Final Invoice #9 kann noch nicht die letzte sein, da dort immer noch eine Zahlung von 1800 Euro fällig ist. Das macht aber keinen Sinn, da mit das kostenlose Upgrade schriftlich von Tesla gegeben worden ist.

Nebenbei erwähnt: Als einen Tag vor dem Auslieferungstermin klar war, dass die Auslieferung am 20.08.2019 nicht stattfinden wird, wurde ich von Tesla angerufen. Dort haben wir den Auslieferungstermin vorerst auf den 04.09.2019 gelegt. Anschließend habe ich mal gefragt, wie es den sein kann, dass mir (damals noch) 1000 Euro in Rechnung gestellt werden, obwohl das Upgrade für mich kostenlos sein sollte. Darauf bekam ich erst einmal eine Gegenfrage:

Tesla: „Haben Sie das den auch schriftlich?“

Ähm… Ich: „Ja, habe ich. Soll ich Ihnen das vorlesen oder per Mail schicken?“

Tesla: „Nein, ich glaube Ihnen. Aber sowas sollten Sie lieber schriftlich haben.“

 

Was lernen wir daraus?

  1. Lasst euch immer alles schriftlich geben!
  2. Lasst euch durch den Chaos nicht aus der Ruhe bringen.
  3. Guckt lieber alle zwei Tage einmal in den Account! 😀
  4. Die Mitarbeiter probieren ihr bestes. Lasst es nicht an dem Service / Support aus… die können da  nichts für!
  5. Am Ende klappt doch irgendwie alles?! Vielleicht?! Wir werden sehen. 🙂

 

Ich bin schon gespannt wie es weitergeht. Ich werde hiermit erstmal den Blog-Beitrag beenden. Sollte sich noch mehr auftun, dann werde ich wohl einen Teil 2 verfassen! 🙂

Deine Erfahrung würde mich sehr interessieren. Gerne in die Kommentar-Funktion unten! 😉

 

Update

Meine Auslieferung hat mittlerweile geklappt. Am Ende hatte ich die Final Invoice #12 gehabt. Bei dieser Invoice war dann alles richtig. VIN, kein Restbeitrag, Umweltbonus, etc 🙂

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Checkliste: Auslieferung Tesla Model 3

Checkliste: Auslieferung vom Tesla Model 3

Die Bestellung ist raus und nun fängt die Wartezeit an. Man liest sich durch die Foren, schaut sich jedes YouTube Video an und probiert so viel wie möglich im Vorfeld zu erledigen. Zusammengefasst könnte man so meine Wartezeit beschreiben.

Während dieser Wartezeit sind mir einige Prüfpunkte und Mängel bei diversen Auslieferungen aufgefallen. Ich habe mir mit der Zeit einige dieser Sachen notiert, damit ich bei meiner Auslieferung diese Punkte prüfe. Aus dieser Punkte-Sammlung ist dann am Ende eine Checkliste entstanden.

Diese Checkliste möchte ich öffentlich machen. Ich habe die Checkliste in zwei Varianten erstellt. Natürlich kann ich auf die Punkte keine Gewährleistung auf Vollständigkeit geben. Solltest du also weitere Punkte haben, die du auf den Listen nicht finden kannst, dann kannst du mir diese Punkte gerne bereitstellen. Ich erstelle dann eine neue Version und stelle diese allen zur Verfügung! 🙂

Nun noch kurz zu den zwei Versionen:

Die Kurzfassung

Bei der Kurzfassung habe ich probiert alles auf eine DIN-A4 Seite zu packen. Hierbei handelt es sich – aus meiner Sicht – um die wichtigsten Punkte, die du bei der Auslieferung durchgehen musst. Diese Punkte sind wichtig, damit später nicht gesagt werden kann: „das haben Sie im Nachgang selbst verursacht, bei der Auslieferung wurde das nicht gemeldet“. Damit du also nicht auf Schäden sitzen bleibst, die bei der Auslieferung schon vorhanden gewesen sind, solltest du mindestens die kurze Liste mitnehmen.

Die detaillierte Liste

Bei der detaillierten Liste bin ich viel weiter ins Detail gegangen. Die Liste ist auch nicht auf einer DIN-A4 Seite zusammengefasst, sondern streckt sich über mehrere Seiten. Diese Liste solltest du auf jeden Fall – spätestens – nach deiner Auslieferung durchgehen. Wenn du genug Zeit hast, dann am besten sogar bei der Auslieferung!

Meine Empfehlung

Nimm einfach beide Listen mit. Wenn du genug Zeit hast, dann gehst du die detaillierte Liste durch, falls aber die Zeit knapp ist, dann gehst du nur die Kurzfassung durch.

Wichtig ist:

  • Lass dich nicht stressen und gehe – mindestens bei der Kurzfassung – die Punkte Step-by-Step durch.
  • Wenn du nicht alleine bist, dann drucke die Liste einfach mehrfach aus und gib auch deiner Begleitung ein Exemplar.
  • Am besten solltest du die Liste im Vorfeld durchgehen (auch mit deiner Begleitung), damit jeder Punkt verständlich ist.
  • Wenn dir der Innenraum erklärt wird, kann deine Begleitung mit der detaillierten Liste das Auto von Außen checken.
  • Außerdem solltest du deine VIN in die Checkliste eintragen, damit diese leicht vor Ort zu prüfen ist.
  • Da die Lichtverhältnisse oftmals wohl nicht so gut sind, würde ich dir empfehlen eine Taschenlampe mitzunehmen. Oder nimm dein Smartphone vor Ort. Auch hilfreich um einen kurzen Blick auf den Unterboden zu werfen.

Wo kann ich die Checkliste kostenfrei herunterladen?

Ich pflege die Checkliste auf einer zentralen Seite:

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Upgrade: Base Performance Model 3

Upgrade: Base Performance Model 3

Kurz vor meinem Auslieferungstermin (kommenden Dienstag) habe ich heute einen Anruf von Tesla bekommen. Leider habe ich den Anruf verpasst und somit kam direkt eine E-Mail seitens Tesla hinterher:

Mail Tesla Delivery Center Germany

Guten Tag Herr Tesla-Blogger,

telefonisch konnte ich Sie leider nicht erreichen.

Leider gab es bei uns einen technischen Fehler in der Zuordnung der Fahrzeuge. Sie haben bei uns ein Model 3 Maximale Reichweite mit Allradantrieb bestellt. Wir würden Ihnen nun gerne ein Base Performance Model 3 für denselben Preis anbieten. Der wesentliche Unterschied dieser Version ist ein Software Upgrade, welches zu mehr Performance führt. Sprich Sie erhalten ein hochwertigeres Fahrzeug zum gleichen Preis.

Die Änderungen der Konfiguration im Überblick:

  • Mehr Performance durch Software Upgrade (Leistung wie beim Performance Model 3)
  • 30km weniger Reichweite aufgrund der Leistungssteigerung
  • 400kg weniger zulässige Traglast an der Anhängerkupplung

Bitte geben Sie mir zeitnah eine Rückmeldung, ob dieses Angebot für Sie in Frage kommt.

Alternativ bleiben Sie bei Ihrer Bestellung, was allerdings zu ein wenig Verzögerung in der Auslieferung führen kann, da Ihnen ein neues Fahrzeug zugeordnet werden muss.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung!

Leichte Verwirrung

Eine leichte Verwirrung hat sich bei mir breit gemacht. Die erste Frage, die mir in den Kopf kam: Was ist denn ein „Base Performance Model 3“?

Also habe ich mal eine Antwort auf die Mail geschrieben und nach paar Minuten auch noch einmal bei Tesla angerufen. Entgegen vieler „Horrorstories“ kam ich innerhalb von 2 Minuten durch und hatte direkt eine nette Dame am Telefon.

Mir brannten folgende Fragen auf der Zunge:

  • was ist ein „Base Performance Model 3“? Wo liegen die genauen Unterschiede zum „normalen“ Model 3 Performance?
  • Muss ich mich um die Versicherung und Zulassung erneut kümmern?
  • Wenn ich das Angebot nicht annehme, bekomme ich dann genau „mein bestelltes“ Fahrzeug mit identischen Daten? (VIN, etc?)
  • Wann wäre die Auslieferung bei der jeweiligen Option?

Am Telefon bekam ich dann folgende Aussage:

  • Das „Base Performance Model 3“ ist ein ganz normales Model 3 Long Range, so wie von mir bestellt. Der einzige Unterschied liegt in der Software. Man hat quasi die Software vom Model 3 Performance drauf, aber mit der „Hardware“ (Bremsen, Reifen, Fahrwerk, etc.) vom Model 3 LR
  • Die „Mehr-Performance“ bezieht sich aber nur auf die Beschleunigung, nicht auf die maximale Höchstgeschwindigkeit!
  • Bzgl. der Versicherung und der Zulassung war man sich am Telefon nicht ganz sicher und wollte noch mal Rücksprache mit den Kollegen intern halten. Die Vermutung war dann:  man kriegt, beim Annehmen vom Angebot, nur einen neuen CoC-Brief und beim „Auf mein Model 3 LR bestehe ich“, müsste man alle Fahrzeugpapiere zurückschicken. Tesla würde das Fahrzeug abmelden und man würde neue Papiere bekommen. Somit auch neue Zulassung, Versicherung, etc.
  • Zur Auslieferung wurde mir gesagt, dass das Base Performance Model 3 bereits in Neuss stehen würde und die Auslieferung somit am kommenden Dienstag vermutlich klappt. Bei Neubestellung müsste man ggfs. 1-2 Monate warten.

Ob sich die TSN (Typschlüsselnummer) ändern würde, konnte man nicht sagen. Hier würde man es noch mal intern klären wollen. Intern war wohl „noch nicht klar“, ob es nun als LR oder Performance Model gekennzeichnet werden sollte.

Paar Stunden später: Antwort per Mail

Nach paar Stunden habe ich dann eine Antwort auf meine E-Mail erhalten:

Mail Tesla Delivery Center Germany

Guten Tag Herr Tesla-Blogger,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die Konfiguration des Fahrzeuges bleibt so bestehen, wie Sie es bestellt haben. Lediglich die Software ist eine andere, weshalb es zu der Performance Steigerung kommt.

Die Versicherung und die Zulassung habe ich mit meinen Kollegen geprüft – dies kann so bestehene bleiben. Sprich, Sie brauchen die Versicherung nicht anzupassen und die Zulassung auch nicht zu ändern. Die Fahrgestellnummer ist die des Base Performance Model 3, weil Ihnen das Fahrzeug durch einen Fehler zugeordnet wurde.

Nun wird einiges klar

Also ist nun klar, was ein Base Performance Model 3 ist. Der Fehler ist nun auch klar. Es wurde scheinbar ein Base Performance Model 3 für meinen Account zugeordnet, obwohl ich eigentlich ein Model 3 LR bestellt habe. Somit stimmen die Fahrzeugpapiere, da diese sich bereits auf das Base Performance Model 3 bezogen haben. Also habe ich bereits das Base Performance Model 3 zugelassen und auch versichert. Ergo muss ich nichts weiter tun, als das Auto abzuholen.

Somit lässt sich relativ leicht die Entscheidung fällen! 😉

Ich habe natürlich das Angebot angenommen, da ich das identische Fahrzeug bekomme – nur eben mit etwas mehr „Bums“! Soweit ich richtig gesehen habe, gibt es bereits viele, die sich so ein Auto von Tesla gewünscht haben: Die Leistung vom Model 3 Performance gepaart mit kleineren Reifen und einem etwas weicherem Fahrwerk!

Die 30 km weniger Reichweite nehme ich jetzt einfach nicht so ernst, da vermutlich einfach die Werte vom Performance genommen werden und davon ausgegangen wird, dass man zügiger fährt.

Ach ja: Im Internet findet man ab und an den Begriff „Performance Light“. Damit ist dann wohl das Base Performance Model 3 gemeint! 😉

Liefertermin doch nicht so fest

Ich wollte jedoch meinen Übergabetermin noch mal bestätigt bekommen, da ich in der Zwischenzeit unterschiedliche Termine per Mail bekommen habe. In der Abschlussrechnung und im Portal steht jedoch jeweils der 20.08. (kommender Dienstag) als Übergabetermin fest.

Daraufhin habe ich folgende E-Mail von Tesla bekommen:

Mail Tesla Delivery Center Germany

Hallo Herr Tesla-Blogger,

Das Fahrzeug sollte bis Ende August zur Auslieferung bereitstehen. Wir informieren Sie, sobald das Fahrzeug im Delivery Center in Neuss eingetroffen ist.

Bitte machen Sie noch keine Pläne, da sich der Auslieferungstermin verzögern kann.

Naja, warten wir mal ab! Ich bin immer noch recht zuversichtlich, dass die Lieferung stattfinden könnte. Ich gehe davon aus, dass mein Fahrzeug auf dem Schiff „Glovis Champion“ ist, welches am 15.08. (übrigens: eine coole Tabelle!) in Zeebrügge angekommen ist. Vermutlich wurde auch dort festgestellt, dass mein Auto die „falsche“ Software drauf hat.

Somit hätte Tesla noch knapp 5 Tage Zeit, das Auto nach Neuss zum Übergabestandort zu bringen. Das halte ich für realistisch und gehe einfach mal davon aus, dass der 20.08. soweit klappen wird! 🙂

Im Portal (Tesla-Website) gibt es bereits eine Anpassung. Außerdem habe ich zweimal eine Veränderungsbestätigung per Mail erhalten. So langsam nimmt alles seinen Weg… 🙂

Jetzt heißt es wohl: Warten und hoffen! Bis dahin freue ich mich auf mein Auto… auch wenn es nun etwas mehr Power hat, als erwartet (und als benötigt)! 😉

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Wie funktioniert die Zulassung?!

Wie funktioniert die Zulassung? Wie melde ich meine neues Auto an? Und was brauche ich da alles für?

Nachdem das neue Auto gekauft ist und die Wartezeit startet, stellen sich viele wohl die Frage „Wie melde ich eigentlich ein Auto an und was brauche ich da alles für?“

Ich möchte hier eine kurze Anleitung dazu schreiben, damit bei deiner Zulassung nichts schief läuft! 😉

Was wird alles benötigt?

Für die Zulassung benötigst du eigentlich nicht viel. Im Prinzip kann man alles vorbereiten und somit dauert die Zulassung am Ende nur paar Minuten. Folgende Sachen brauchst du für eine Neu-Zulassung:

  • Personalausweis: Solltest du haben! 😉
  • Girokarte: für das SEPA-Lastschriftverfahren und ggfs. zum Zahlen der Zulassungsgebühren. Die Zulassungsgebühren kannst du aber auch Bar bezahlen.
  • Zulassungsbescheid Teil II: Bekommst du von Tesla zugeschickt (nach Zahlung des Restbetrags)
  • Certificate of Conformity (CoC): Bekommst du von Tesla zugeschickt (nach Zahlung des Restbetrags)
  • EVB-Nummer: Bekommst du von deiner Versicherung per Mail zugeschickt.
  • Reservierung vom Wunschkennzeichen: Wenn du ein Wunschkennzeichen reserviert hast (geht normalerweise online), sollest du deine Reservierung in gedruckter Form mitbringen. Wichtig ist: Nimm immer ein E-Kennzeichen, damit du die Vorteile vom E-Fahrzeug hast!
  • Das Kennzeichen: Wenn du ein Wunschkennzeichen reserviert hast, kannst du dein Kennzeichen bereits beim Schildmacher oder online bestellen. Beim lokalen Schildmacher kriegst du es in der Regel in 2 Minuten in die Hand gedrückt. Zum Schildmacher solltest du zur Sicherheit die Reservierung vom Kennzeichen mitbringen. Kennzeichen kosten meistens ca. 20-25 Euro. (Für beide)

Brauche ich einen Termin?

Wenn es zeitlich möglich ist, würde ich dir empfehlen online nach einem Termin bei deiner Zustellungsstelle nachzugucken. Wenn es zeitnahe Termine noch geben sollte, dann reserviere dir ruhig einen Termin. Sollte es zeitlich nicht passen, dann gehe einfach früh morgens hin. Es kann zwar paar Minuten länger dauern, aber im Normalfall klappt das. Du solltest nur drauf achten, dass an dem Tag Leute ohne Termin angenommen werden! Die Info findest du heutzutage normalerweise online oder eben telefonisch nachfragen! 😉

Was kriege ich alles nach der Zulassung?

Wenn du alles zusammen hast und vor Ort das Fahrzeug zugelassen hast, kriegst du folgende Sachen ausgehändigt:

  • Gesiegelte Kennzeichen:
    • Zwei Aufkleber auf das hintere Nummernschild (TÜV und Zulassungssiegel der Stadt)
    • Ein Aufkleber auf das vordere Nummernschuld (Zulassungssiegel)
  • Zulassungsbescheid Teil I: Der Fahrzeugschein mit Stempel und Unterschrift vom Verwaltungsangestellten
  • Quittung mit Beleg: Der Beleg für die Zahlung der Zulassungsgebühr, Reservierungsgebühr, Grüne Plakette
  • Grüne Plakette: Laut Stadt Dortmund muss man diese Plakette aufkleben. Dazu gibt es im Netz genug Diskussionen. Ich habe keine Lust meine Zeit damit zu verbringen auf Strafzahlungen zu reagieren. Also würde ich einfach empfehlen das Teil aufzukleben und gut ist. 😉

Was sind die Kosten?

Die Kosten sind sehr unterschiedlich. Ich habe schon alles zwischen 30 und 100 Euro gelesen. In Dortmund habe ich für die Zulassung insgesamt 44,80 Euro bezahlt. Wobei die Kosten sich wie folgt aufgeteilt haben:

  • Zulassung vom Neufahrzeug: 27 Euro
  • Erteilung vom Wunschkennzeichen: 10,20 Euro
  • Reservierung vom Wunschkennzeichen: 2,60 Euro
  • Grüne Plakette: 5 Euro

Die Kosten kannst du oftmals online bei der Zulassungsstelle prüfen! 🙂

Das ist aber im Prinzip auch schon alles. In Dortmund konnte man bereits online einige Sachen „Vor-Ausfüllen“, damit geht die Zulassung wohl noch etwas schneller. Ich vermute mal, dass diesen Service nicht jede Zulassungsstelle anbietet. Ich habe Sie auch persönlich nicht getestet und kann somit wenig zum online Service sagen. In Summe hat meine Zulassung ca. 15 Minuten gedauert. Viel schneller wird es also vermutlich gar nicht sein! 😉

Somit steht deiner Zulassung hoffentlich nichts mehr im Weg!

Tipp

Viele größere Städte haben Bezirksverwaltungsstellen. Oftmals bieten diese Stelle auch eine KFZ-Zulassung an. Diese Bezirksverwaltungsstellen sind in den meisten Fällen nicht so sehr überlaufen!

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Die Fahrzeugpapiere sind da!

Die Fahrzeugpapiere sind da!

Nachdem ich den Restbetrag an Tesla überwiesen habe, hat es nun drei Werktage gedauert, bis die Fahrzeugpapiere bei mir angekommen sind. Bei mir wurden die Papiere mit UPS verschickt. Da ich zum Lieferzeitpunkt nicht zu Hause war, durfte ich die Papiere in einem UPS Delivery Shop abholen.

Nachdem man paar „technische Probleme“ im Delivery Shop gelöst hatte, ich meinen Ausweis zweimal vorgezeigt und alle Unterschriften gesetzt habe, konnte ich auch die Papiere endlich mitnehmen.

Im Umschlag findet man drei Blätter.

  • Ein „Willkommensschreiben“ mit dem Hinweis, dass man einen Termin bei der Zulassungsstelle terminieren sollte
  • Die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Das Certificate of Conformity (CoC)

Die zwei letztens Dokumente sind für die Zulassung notwendig. Nach Erhalt dieser Unterlagen (die es erst nach Zahlungseingang gibt), kann man das Fahrzeug zulassen. Wie genau das geht und was du noch alles für die Zulassung benötigst, findest du im nächsten Beitrag! 🙂

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Wie mache ich den BAFA Antrag für den Umweltbonus?

BAFA Antrag - 2000 € Umweltbonus

Dieser Beitrag soll eine kleine Anleitung / Hilfestellung zum Vorgehen beim BAFA Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen werden. Die meisten werden die Antrag als „Umweltbonus von 2000€“ kennen. Wichtig ist, dass dieser Beitrag aus dem Jahr 2019 ist. Der Umweltbonus kann sich während der Zeit ändern. Sowohl die Höhe als auch die Verfügbarkeit könnten von dem Beitrag hier abweichen. Das Vorgehen jedoch sollte eigentlich das gleiche bleiben.

Wo wird der Antrag gestellt?

Man muss den Antrag online stellen. Zu finden unter den folgenden Link: https://fms.bafa.de/BafaFrame/umweltbonus

Ab wann kann der Antrag gestellt werden?

Die Bestellung vom Fahrzeug muss erfolgt sein. Nach der Bestellung bekommt werden alle benötigten Unterlagen in eurem Tesla Account angezeigt.

Wichtig ist ebenso, dass dein Fahrzeug auf der Förderliste vorhanden ist. Außerdem muss man der Käufer und Halter des Fahrzeugs sein.

Welche Unterlagen und Information benötige ich für den Antrag?

Es wird nicht viel benötigt. Im Prinzip sind es nur:

  • Datum der Bestellung
  • Nettopreis (dazu mehr unten)
  • Hersteller und Modell
  • Ausstattungsmerkmal AVAS? (Acoustic Vehicle Alerting System)
  • Deine Daten, wie Vor- Nachname, Anschrift, Telefonnummer & E-Mail
  • Kaufvertrag bzw. Orderagreement (Fahrzeugbestellvertrag)

Wie geht es nach dem Antrag weiter?

Hat man den Antrag nun gestellt, muss man auf einen Zuwendungsbescheid warten. Dieser wird dir zugeschickt, sobald dein Antrag geprüft worden ist.

Sobald somit die Prüfung durch ist, wird ein Zuwendungsbescheid erstellt. Das Auto muss nun innerhalb von 9 Monaten zugelassen worden sein. (Zulassungsdokumente werden benötigt)

Wenn ein Zuwendungsbescheid erstellt worden ist, hat man nun die Möglichkeit den zweiten Schritt zu machen.

Man muss einen Verwendungsnachweis liefern. Sprich, hochladen von:

  • Abschlussrechnung (hier MUSS der Umweltbonus seitens Tesla als eigenständige Position auftauchen)
  • Nachweis für die Zulassung des Fahrzeugs (Zulassungsbescheinigung Teil I und II)

Anschließend erhält man eine E-Mail mit einem Link zur elektronischen Verwendungsnachweiserklärung. Dieses Dokument muss ausgedruckt, unterschrieben und wieder über das BAFA-Portal hochgeladen werden.

Nachdem diese Verwendungsnachweiserklärung geprüft worden ist, erfolgt die Auszahlung vom Umweltbonus! 😉

Nettopreis - was ist damit gemeint?

Um den Netto-Preis zu ermitteln nimmt man sich am besten den – sowieso benötigten – Fahrzeugbestellvertrag (Orderagreement).

Hier findet ihr einen Netto-Preis. Von diesem zieht ihr die 2.000 € ab, die von Telsa kommen. Das ist der Netto-Preis, den ihr für den Antrag benötigt!

Von den 45.184,87 € wird nun 2.000 € abgezogen und somit ist der Netto-Preis: 43.184,87 €

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